Real – eine Arbeitsdefinition
heißt hier: Prügelstrafe im Wortsinn. Kein erotisches Vorspiel. Kein Rollenspiel.
Eine reale Bestrafung ist dem Vergehen angemessen, durchgehend schmerzhaft und dem Bengel entzogen. Er bestimmt weder den Zeitpunkt noch das Maß, weder das Instrument noch den Ort.
Das legt der Erzieher oder die Erzieherin fest. Die Regeln, nach denen es abläuft, ebenfalls. Wer erzieht, entscheidet, wann es fällig ist – und wie. Und natürlich auch das „warum“ wird nicht vom „Bottom“ festgelegt.
Traditionell steht hier für althergebrachte Erziehung
Es steht für Methoden, die man heute meist unter „schwarzer Pädagogik“ verbucht – nicht weil sie ein Modewort brauchen, sondern weil sie genau das tun, was moderne Pädagogik vermeiden will. Sie sollen wehtun, demütigen, in Erinnerung bleiben und den Willen brechen, nicht verhandeln.
Zum Repertoire gehören die stillen Strafen ebenso wie die lauten. Das Stehen in der Ecke, mit dem Gesicht zur Wand, oft lange, oft mit verschränkten oder erhobenen Armen. Das Knien – auf dem blanken Boden, auf der Diele, manchmal auf etwas Hartem oder Ungemütlichem, bis die Knie brennen. Das Schreiben von Strafarbeiten und Linien, das Abschreiben von Regeln, bis die Hand krampft. Hausarrest, frühes Ins-Bett-Schicken, entzogene Freiheiten, zusätzliche Arbeit, das Verbot zu sprechen. Die Predigt, das Bloßstellen, das Warten müssen, bis der Erzieher Zeit hat. Seife im Mund, wenn die Zunge nicht gehalten wurde. All das sind keine Versatzstücke für ein Spiel, sondern die alltäglichen Werkzeuge einer strengen, alten Ordnung.
Und selbstverständlich die Prügelstrafe selbst: die klassische Züchtigung auf den nackten Hintern. Mit der Hand, dem Teppichklopfer, dem Rohrstock, dem Gürtel, der Bürste – je nachdem, was der Erzieher für angemessen hält. Nicht andeutungsweise über der Kleidung, nicht als Streicheleinheit, sondern so, wie sie gemeint war: auf der bloßen Haut, schmerzhaft, dem Vergehen angemessen, ohne Mitspracherecht.
Traditionell heißt in diesem Sinn: der Körper und der Stolz werden in Dienst genommen. Man steht, man kniet, man schreibt, man wartet, man hält den Hintern hin. Die Form kommt aus einer Zeit, in der Erziehung nicht um Zustimmung warb, sondern Gehorsam verlangte. Genau diesen Geist meint die Seite, wenn sie von traditioneller Erziehung spricht.
„Streng“ ist ein dehnbares Wort
Beinahe jeder, der einmal laut wird, hält sich dafür. Hier ist es wörtlich gemeint, und zwar nicht als Beschreibung eines Temperaments, sondern als Maßstab dafür, wie eine Strafe ausfällt.
Eine strenge Strafe tut weh, jedes Mal. Sie richtet sich nach dem Vergehen, fällt im Zweifel aber eher deutlicher aus als zu milde. Ein Klaps im Vorbeigehen oder ein angedeuteter Schlag über der Jeans hat damit wenig zu tun, ebenso wenig eine „Verwarnung“, nach der alles weiterläuft wie vorher. Wer streng ist, hört erst auf, wenn die Lektion angekommen ist. Häufig auf dem blanken Hintern, häufig länger, als es sich der oder die Bestrafte gewünscht hätte, und immer so, dass hinterher nichts mehr zu diskutieren ist.
Mindestens so wichtig wie die Härte ist die Verlässlichkeit. Was angekündigt wurde, passiert auch. Wer droht und dann einknickt, wer beim ersten Schluchzen abbricht oder den Rohrstock gegen etwas Harmloseres tauscht, sobald es ungemütlich wird, ist eben nicht streng. Strenge heißt, dass die Regeln, auf die man sich miteinander eingelassen hat, gerade auch dann gelten, wenn es wehtut.
Konsequenz meint hier mehr als „ich meine es ernst“
Sie ist das, was Real, traditionell und Streng überhaupt zusammenhält. Ohne sie bleiben die drei Begriffe bloße Behauptungen.
Das Erste ist einfach: Auf eine Verfehlung folgt die Strafe, die dafür vereinbart ist, und zwar jedes Mal. Ob gerade die Stimmung passt, ob die strafende Seite Lust dazu hat oder ob der oder die andere beteuert, es längst verstanden zu haben, ändert daran nichts. Eine Regel, bei der man stellenweise ein Auge zudrückt, wird mit der Zeit zur Verhandlungsgrundlage.
Das Zweite wird gern übersehen. Jede Strafe steht für sich. Ist noch eine Tracht offen, fällt die nächste deshalb nicht milder aus, und was gestern verabreicht wurde, wird nicht gegen eine neue Verfehlung aufgerechnet. Dass der Hintern noch brennt oder morgen ohnehin etwas ansteht, ist kein Grund, heute etwas auszulassen oder auf irgendwann zu verschieben. Jede Sache hat ihr eigenes Maß, und das wird auch vollzogen.
Damit ist Konsequenz so ziemlich das Gegenteil von Gnade auf Zuruf. Sie verhindert, dass sich die Ordnung nach und nach in Mitleid, Laune oder Bequemlichkeit auflöst. Wer bestraft wird, muss nicht rätseln, ob es diesmal gilt. Er oder sie weiß es einfach.